Vorratsdatenspeicherung

Die Vorratsdatenspeicherung soll dem Staat zur Ermittlung von terroristischen und kriminellen TĂ€terprofilen dienen.

Fraglich ist aber, ob die EinschrĂ€nkung der freien und ungestörten Kommunikation aller durch deren latente EinschĂŒchterung im verfassungsgemĂ€ĂŸen VerhĂ€ltnis zum erstrebten Erfolg fĂŒhrt.

Es ist zum vermuten, dass die eigentliche, inkriminierte Zielgruppe ihre AktivitĂ€ten zu verschleiern weiß und am Ende ein monströser Datenpool zur Verfolgung geringerer Verfehlungen derjenigen verwendet werden könnte, die ihre Spuren nicht zu verwischen wissen.

Zudem fĂŒhrt das Wissen um die permante Speicherung aller Kommunikation zu einer gefĂŒhlten Einengung. Die Folge wĂ€re Angst, etwas falsches zu tun, zu sagen oder zu denken: Die Schere im Kopf beherrscht das Dasein und hemmt KreativitĂ€t und den Mut zur Andersartigkeit.

Kurzum: Die Vorratsdatenspeicherung verhindert PluralitÀt und erschwert eine vielfÀltige Gesellschaft.